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Was ist ein Portfolio?


September 24, 2012 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Model Ratgeber


Posieren für das Portfolio

Ein Portfolio ist eine ausführliche Sedcard, die überlebenswichtig für jedes Model ist. Sie enthält eine Auswahl der besten Fotos des Models und Arbeitsproben. Die Qualität der Aufnahmen entscheidet darüber, ob ein Model einen Job bekommt oder nicht.

Allgemein gesprochen beschreibt der Begriff Portfolio eine Sammlung von ähnlichen Dingen. Als Portfolio bezeichnet man im ursprünglichen Sinn eine Mappe, in der die Sammlung zusammengestellt ist. Je nachdem, in welchem Bereich der Begriff angewendet wird, kann ein Portfolio auch in digitaler Form vorliegen. So zum Beispiel bei Künstlern, die ihre Arbeiten auf einer Webseite oder auf einem Datenträger als Präsentationsmittel zusammengefasst haben. In der Wirtschaft wird Portfolio meist für eine Produktauswahl eines Unternehmens benutzt. In der Modewelt aber bezeichnet es das Model Lookbook, mit dem sich ein Model beim Kunden präsentiert. Zu jedem Go-See und Casting muss das Model sein Lookbook dabei haben, damit der Kunde sich ein Bild davon machen kann, wie das Model geschminkt und gestylt aussieht. Der Kunde erlebt das Model auf dem Bild in kürzester Zeit in verschiedenen Settings. Er kann dadurch einschätzen, wie wandelbar das Model ist und natürlich wie fotogen. In der Regel werden Portfolios auch an Kunden geschickt(meist in digitaler Form), sodass die Models auf Basis ihrer Fotos erst zu Castings eingeladen werden.Die besten Fotos, zum Beispiel von Jobs in der Vergangenheit, werden in Klarsichtfolien in einer ansprechend gestalteten Mappe geordnet. Hierfür werden oft Multiringbücher verwendet. Ausschließlich professionelle Aufnahmen werden in das Portfolio aufgenommen. Als Neuling in der Modelbranche muss man sich in der Regel selbst um die Erstellung eines Lookbooks kümmern und auch die Kosten dafür tragen. Es gibt aber auch Modelagenturen, die diese Ausgaben erst einmal tragen und sie dann mit Honoraren aus folgenden Jobs verrechnen. Die Bilder haben das Format 24×30 und liegen auf schwarzem Karton in der Mappe. Jede Mappe hat als Deckblatt ein Porträt des Models, das besonders aussagekräftig sein sollte. Wurden Bilder des Models bereits in Fashionspreads in Modezeitungen abgelichtet oder ist es in anderen großen Kampagnen zu sehen, dann sollten diese Aufnahmen auch ins Portfolio aufgenommen werden. Diese originalen Ausrisse aus Modemagazinen heißen Tear-Sheets. Am Anfang sollten in dem Portfolio ungefähr 12 bis 24 Aufnahmen sein. Bei einem Casting schafft es der Castingdirektor vielleicht sogar nur die ersten fünf Aufnahmen anzuschauen. Für mehr ist einfach keine Zeit. Jedes Foto sollte einzigartig sein und im Kopf hängen bleiben. Porträtaufnahmen, Ganzkörperaufnahmen sowie Oberkörperfotos sorgen für Abwechslung. Aufnahmen in Dessous oder Nacktaufnahmen sind kein Muss für ein Portfolio.

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