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RTL II und Harald Glöckler suchen Deutschlands Curvy Supermodel


Oktober 14, 2016 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Trends


Curvy Supermodel

Ganz nach dem Motto „Neue Kurven braucht das Land“ ist bei RTL II am 05. Oktober 2016 eine neue Show gestartet, die sich „Curvy Supermodel – Echt. Schön. Kurvig“ nennt und mit einer prominenten Jury nach einem Supermodel der etwas anderen Art sucht. In der Jury sind neben Modedesigner Harald Glööckler Tänzerin Motsi Mabuse sowie Curvy Model Angelina Kirsch vertreten. Modelagent Ted Linow macht das Quartett schließlich komplett. Die Show von RTL II wird in fünf Episoden ausgestrahlt, die jeweils Mittwoch um 20:15 Uhr laufen werden.

Schönheit hat keine Konfektionsgröße

Die Idee der Show liegt darin, dem Zuschauer vor Augen zu führen, dass eine Frau Kurven besitzen darf und trotzdem oder gerade deswegen mit ihrer Schönheit überzeugen kann. Dank zahlreicher Medien und Fernsehformate wird das gängige Schönheitsideal gerne mit mageren Models gleichgesetzt, obwohl die Mehrheit der weiblichen Bevölkerung ganz andere Maße besitzt.

Dieses Ideal soll in den Köpfen der Zuschauer um Frauen mit gesunden Rundungen erweitert werden. Dazu werden die Kandidatinnen der Show von der Jury gecoacht, um bei spannenden Fotoshootings und echten Castings überzeugen zu können. Auch der Lauf über den Catwalk in Bademode oder das Drehen von Werbespots gehören zum neuen Alltag der Teilnehmerinnen dazu. Woche für Woche wird dann ausgesiebt, sodass am Ende nur eine Kandidatin übrig bleibt. Diese darf sich dann Deutschlands neues Curvy Supermodel nennen und erhält einen Vertrag bei der bekannten Modelagentur „Mega Model Agency“. Außerdem steht ihr eine Kampagne bei einem erfolgreichen und bekannten Modelabel zu.

Fachkundige Jury steht Models zur Seite

Wer die deutsche TV-Landschaft ein bisschen kennt, wird bemerkt haben, dass zwei der Jury-Mitglieder bereits Erfahrung mit einem ähnlichen Fernseh-Format gemacht haben. Modeexperte Harald Glööckler war genauso wie Tanz-Star Motsi Mabbuse bereits als Juror der RTL-Sendung „Let’s Dance“ tätig. Außerdem zeigte er zahlreiche private Momente in Vox-Dokus wie „Herr Glööckler zieht um“ oder „Glööckler, Glanz und Gloria“, sodass man sich zurecht fragen darf, ob Glööckler mit der neuen Show auf RTL II nur Werbung für sich machen möchte oder diese mit seinem Fachwissen bereichern kann. Hier sollte man ihm zugute heißen, dass er bereits seit über 30 Jahren im Modebusiness tätig ist und seine Kollektionen bei vielen Damen sehr gut ankommen. Zu seinen Entwürfen zählt auch Kleidung, die in Übergröße produziert wird.

Der Modeschöpfer ist überzeugt davon, dass Frauen nicht dünn sein müssen, um mit ihrer Schönheit punkten zu können. Mit seiner Mode will er die Kurven der Frauen gekonnt in Szene setzen und so ihr Selbstbewusstsein stärken. Ein Ziel, das auch in der Sendung „Curvy Supermodel“ verfolgt werden soll. Die Frauenwelt ist heute aufgrund des schlanken Schönheitsideals zunehmend verunsichert, obwohl es dazu keinen Grund gibt. Die Kandidatinnen sollen in der Show zu mehr Selbstbewusstsein und eigener Akzeptanz des Körpers ermutigt werden, was die Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Modelleben sind. Helfen will ihnen dabei Motsi Mabuse, die dank ihrer Erfahrung als Tanztrainerin ganz genau weiß, wie man ein besseres Körpergefühl erreicht. Wie das Leben als Plus-Size-Model aussieht, kann dagegen Angelina Kirsch bestens beschreiben und so die Show mit ihren eigenen Erfahrungen bereichern. Genauso wie Modelagent Ted Linow, der ganz genau weiß, was ein Model mitbringen muss, um erfolgreich arbeiten zu können.

Schon vor Beginn viel Diskussionsstoff

Nachdem das neue Showkonzept des Fernsehsenders bekannt geworden ist, wurde in zahlreichen Medien darüber berichtet, sodass bereits vor Ausstrahlung der ersten Episode zahlreiche Diskussionen geführt worden sind. Neben Interviews veröffentlichten Zeitungen und Zeitschriften Ankündigungen zur Show und wiesen ihre Leser auf die neue Model-Show im Fernsehen hin. Bislang berichten die Medien zumindest neutral, in vielen Fällen sogar positiv über die neue Sendung im TV. Einzige Kritik kam bislang nur von C-Promis wie Sophia Thomalla, die sich in einem Interview mit einer bekannten Frauenzeitschrift kritisch zu kurvigen Models äußerte. Ihrer Meinung nach, sei es genauso gefährlich, den Zuschauern ein Model mit Übergewicht zu präsentieren, wie zu behaupten, eine Frau dürfe nur 50 Kilogramm wiegen. Für Thomalla sei alles bis 70 Kilogramm akzeptabel, danach müsse man allerdings aufpassen.

Erfolgsversprechendes Konzept?

Die Idee einer Castingshow, bei der am Ende ein Supermodel gefunden wird, ist nicht neu. Das bekannteste Format ist sicherlich „Germany’s Next Topmodel“ des TV-Senders Pro 7. Trotzdem versichert Harald Glööckler, dass es sich bei der anlaufenden Show um keine Kopie der bekannten Sendung handle, sondern im Fokus würden ganz klar kurvige Frauen stehen, die das Schönheitsideal in Deutschland verändern sollten. Die Idee dahinter ist sicherlich nicht schlecht und wird bei vielen Zuschauerinnen auf positive Resonanz stoßen. Die wenigsten Damen besitzen Modelmaße, sodass sie sich wahrscheinlich sehr schnell mit einer der Kandidatinnen identifizieren werden und mit dieser bis zum Ende mitfiebern werden – beste Voraussetzung für eine erfolgreiche TV-Sendung. Der Markt für „Große Größen“ ist schon lange keine Neuheit mehr, im Fernsehen finden wir trotzdem nur sehr wenige Frauen, die eine durchschnittliche Figur besitzen. Vielleicht ändert das die neue Show „Curvy Supermodel – Echt. Schön. Kurvig“ ein wenig. Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches TV-Format sind jedenfalls gegeben.

 

Bildquelle: Bigstock