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Mollige Models – Zero Size war gestern


Oktober 26, 2011 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Featured


Mollige Models

Immer öfter ist in den Medien vom stetig wachsenden Erfolg molliger Models zu lesen. Es sieht so aus, als habe die Modeindustrie nach langer Zeit endlich verstanden, dass die Size Zero Models, die die Laufstege der Welt bevölkern, nicht das Geringste mit der Durchschnittsfrau – und damit der Konsumentin – gemein haben. So scheint es geradezu überfällig, dass mollige Models nun ihren überschlanken Kolleginnen Konkurrenz machen.Wer bei dem Begriff „mollige Models“ jedoch an unförmige, unattraktive Frauen denkt, der hat weit gefehlt. Die Damen der neuen Modelgeneration überzeugen durch sinnliche Rundungen und beeindruckendes Charisma. Mollige Models übertreffen ihre dünnen Berufsgenossinnen oftmals an Natürlichkeit und Authentizität. Und nicht selten auch an erotischer Ausstrahlung – schließlich sind an einer Frau die Kurven das, was sie am begehrenswertesten macht.

Dennoch müssen auch mollige Models auf ihrer Figur achten. Wenn auch etwas mehr Körperfülle mittlerweile durchaus gern gesehen ist, die Proportionen sollten doch stimmen. So treiben die meisten bekannten Over Size Models regelmäßig Sport und achten auf ihre Ernährung, um ihren Körper straff zu halten. Zudem ist natürlich auch für mollige Models ein attraktives Äußeres von wesentlicher Bedeutung. Gesunde Haare und ein strahlender Teint sind dabei ebenso wichtig wie ein ausdrucksstarkes Gesicht: Von klassisch schön bis charismatisch markant – alles geht, Hauptsache es wirkt ansprechend und hat einen gewissen Wiedererkennungswert.

Während für konventionell dünne Mannequins buchstäblich relativ enge Grenzen in Bezug auf die Körpermaße gelten, unterliegen mollige Models da deutlich weniger Einschränkungen. Alle Konfektionsgrößen von 38 aufwärts werden von molligen Models präsentiert. Zugegeben, es mutet leicht verwunderlich an, dass 38 schon eine Größe für mollige Models sein soll, trägt doch die deutsche Durchschnittsfrau Größe 40 oder 42. Allerdings steht der Begriff Übergrößenmodell eher im Vergleich zur Normgröße der anderen Models denn zu der normaler Konsumentinnen.

Traditionell führen mollige Models Modelinien für Übergrößen vor, doch auch in anderen Bereichen wie Werbung für Kosmetik, Haushalts- und Lifestyleprodukten werden sie eingesetzt. Eben überall da, wo man auf realistische Reklame setzt, mit der sich die Käufer und Käuferinnen identifizieren sollen. Einschlagenden Erfolg hatte damit die Kosmetikmarke Dove, die wohlgerundete Frauen für Duschgel und Bodylotion werben ließ.

Mollig kommt übrigens vom lateinischen mollis und bedeutet weich, angenehm, freundlich gesonnen (vgl. frz.: mou, molle – weich). Anfang des 19. Jahrhundert wird der zuvor mundartliche Ausdruck von den Studenten weiter verbreitet und findet so schließlich auch seinen Weg in die Literatursprache. Mollig ist ursprünglich alles, was sich weich anfühlt. Mollige Models sind somit solche, die über einen weichen Körper verfügen – im Gegensatz zum harten, oft knochigen Körper dünner Models.

Komentare
  1. Esra taytekin said on Oktober 18, 2015 2:21 am:

    Kann man sich hier als curvy model bewerben ?:D
    Würde 100% weiter kommen haha