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Modeln als Beruf – lohnt sich das?


Januar 8, 2016 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Model Ratgeber


Modeln als Beruf oder im Nebenerwerb? bigstock-ID-92959346-by-inarik
Viele Mädchen und junge Frauen träumen davon, als Beruf Model erfolgreich ausüben zu können: Sie möchten bewundert werden, um die Welt reisen und viel Geld verdienen. Wer als Model Karriere machen möchte, benötigt dafür jedoch zunächst einmal einen Modelvertrag bei einer seriösen Agentur. Und bereits hier scheitert der Traum bei den meisten, da der Andrang riesig ist und die Agenturen somit natürlich nur die Besten der Besten auswählen – oder eben mit Kontakten, z.B. wenn man bekannte Eltern als Model hat. Darüber hinaus unterschätzen zahlreiche Frauen die Nachteile, die dieser Job mit sich bringt – und zuletzt bleibt schliesslich die Frage, ob man überhaupt davon leben könnte.

 Traumjob Model – was wird von Mädchen heute erwartet?

Die meisten Mädchen beginnen bereits im Alter von 14 Jahren zu modeln – wer mit Mitte Zwanzig beginnen möchte, wird oft kaum noch von den Agenturen genommen. Erforderlich ist bei den meisten Agenturen zunächst einmal eine Mindestgrösse von 175 cm – kleiner macht sich für den Laufsteg nicht gut, so urteilen zumindest die meisten Designer. Sicherlich gibt es auch Ausnahmen im Showbiz: Cara Delevigne oder Kate Moss sind beide nicht grösser als 170 cm, aber dennoch dick im Geschäft. Nur: Dabei handelt es sich um Ausnahmen – und ganz sicher spielt auch Glück eine grosse Rolle, ob man den Sprung ins Haifischbecken Modelbusiness schafft.

Eine schlanke, definierte Figur ist natürlich die Grundvoraussetzung. Dabei geht der Trend in den letzten Jahren stark zu normalgewichtigen Frauen, wenngleich es noch immer zahlreiche Top-Designer gibt, die sehr schlanke Mädchen bevorzugen. Abgemagerte Körper sind jedoch nicht mehr gefragt, sondern viel mehr die Standardmasse, die bereits in den Neunzigern galten: 90 – 60 – 90 oder auch außergewöhnliche Models mit dem „gewissen Extra“.

Es kommt jedoch keinesfalls nur auf das Aussehen an, sondern auf die gesamte Ausstrahlung. Einige Charaktereigenschaften, wie beispielsweise Durchsetzungsvermögen, Disziplin und Ehrgeiz, sind ebenfalls enorm wichtig. Ein erfolgreiches Model macht jeden Tag neue Kontakte und muss daher die Fähigkeit besitzen, auf Menschen offen zugehen zu können. Schüchternheit ist hier ein absoluter Karrierekiller. Auch Freundlichkeit wird in dieser Branche hoch geschätzt – wer sich nicht benehmen kann und zickt, wird meistens nur einmal vom Auftraggeber gebucht und danach ersetzt.
Ein absolutes Muss ist, der englischen Sprache mächtig zu sein. Wer kein Englisch kann und einen Dolmetscher benötigt, wird grosse Probleme haben, sich mit Fotografen und Designern verständigen zu können. Kaum ein erfolgreiches Model wird nur von nationalen Kunden gebucht – und wenn doch, ist eine internationale Karriere praktisch unmöglich.

Leidet man unter Heimweh, dann ist das Modeln sicherlich nicht der richtige Job für einen, wenn man es wirklich international schaffen möchte. Wer aber keine Weltkarriere anstrebt, sondern sich nur nebenbei durch das Modeln etwas dazuverdienen will, hat oft deutlich höhere Chancen: Regional zu modeln ist deutlich realistischer und bietet vielen Mädchen und Frauen die Möglichkeit, ebenfalls ihren Traum zu leben – wenngleich auch nur als Nebenjob mit einem entsprechend begrenzten Gehalt.

Wer also den Wunsch hat, Model zu werden, aber sich Gedanken um den Verdienst macht, sollte langsam einsteigen. Es ist sinnvoll, sich zunächst bei einer seriösen Agentur zu bewerben und das Modeln zunächst als Nebenberuf zu betreiben. Steigen die Anfragen und verlaufen die Shootings erfolgreich, werden schnell neue Kontakte geknüpft und die Karriere kommt von alleine ins Rollen. Bei manchen bleibt es jedoch auch nur bei einem Nebenjob, der ein zusätzliches Taschengeld beschert. So realistisch sollte jede Frau sein, denn die Konkurrenz ist in kaum einer anderen Branche so hoch wie in diesem Beruf.

Beruf Model: Wie erkenne ich eine seriöse Agentur?

Natürlich schaffen es nur die wenigsten Frauen an die internationale Spitze der Branche. Wer eher dem Standard entspricht, der muss seinen Traum aber nicht gleich aufgeben: Es gibt viele Models, die nicht auf den Laufstegen, sondern in Werbekatalogen, auf Plakaten oder in der TV-Werbung zu Hause sind – meistens merkt man als Model selbst nach einiger Zeit, wo man am erfolgreichsten ist und probiert in den ersten Jahren noch viel in diesem Beruf herum.

Wichtig ist jedoch, sich als Erstes eine passende Agentur zu suchen. Es ist hinreichend bekannt, dass es nach wie vor sehr viele schwarze Schafe in der Branche gibt: Agenturen, die völlig unseriös sind und viel Geld von den Mädchen verlangen oder die Fotos sogar im schlimmsten Falle anderweitig nutzen. Daher gilt es auf einiges zu achten, wenn man auf der Suche nach einer seriösen Modelagentur ist.

Am besten ist es, sich im Internet nach Agenturen zu erkunden, denn hier findet man die meisten Informationen und Rezensionen zu einzelnen Agenturen. Jede gute Modelagentur besitzt ein eigenes Büro. Auch ist es völlig unnötig, vor einem Shooting oder der Aufnahme in die Agentur irgendwelche Gebühren bezahlen zu müssen. Wird dies verlangt, sollte man sich umgehend eine andere Agentur suchen. Denn: Sieht eine Modelagentur Potenzial in einer Frau, so übernimmt sie gerne die Kosten für das Shooting und verrechnet sie mit dem ersten Gehalt des Models. Bei minderjährigen Models ist es besonders wichtig, dass die Eltern ihr Einverständnis dazu geben. Auch hier passen seriöse Agenturen genau auf – und machen vor allem keinerlei Probleme, wenn Eltern bei einem Shooting anwesend sein möchten.

Hellhörig sollte man darüber hinaus gleich werden, wenn beim ersten Gespräch mit einem Agenten sofort eine internationale Karriere prophezeit wird. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen nur um Schall und Rauch – und um ein Lockmittel, um das Mädchen dazu zu bringen, einen Vertrag abzuschliessen, mit dem Kosten für sie entstehen.

 

Bildquelle: „Modeln als Beruf oder im Nebenerwerb?“ bigstock-ID-92959346-by-inarik