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Jeder Designer hat seine eigene Muse


Dezember 18, 2012 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Allgemein


Alarmed gentle half-dressed girl in white clothes

Unter dem Wort Muse versteht man eine Person, die einen anderen Menschen inspiriert und zu kreativen Leistungen anspornt. Besondern häufig findet man eine Muse im Umfeld von Künstlern oder Designern. Claudia Schiffer zum Beispiel war lange Zeit die Muse von Karl Lagerfeld.
Ursprung für den Glauben an die Muse ist die Annahme aus der Antike, dass die Gedanken einem Menschen durch eine göttliche Kraft eingegeben werden und nicht „von selbst“ entstehen. Eines der bekanntesten Musenbilder ist die Darstellung Raffaels von dem Parnass mit Apoll sowie den Musen und den berühmten Dichtern. Es wurde im Jahr 1509 von ihm gemalt. Der Begriff Muse geht auf die griechische Mythologie zurück. In der antiken Mythologie sind die erwähnten Musen sogenannte Quellnymphen, neun Schwestern, die von dem griechischen Vatergott Zeus zusammen mit der Quellgöttin Mnemosyne gezeugt wurden. Die Musen gesellen sich um den Gott der schönen Künste, Apoll, der sie dirigiert und zusammen mit ihnen auf dem griechischen Berg Parnass (Heklion) dem Vatergott huldigt. Später wurden dann einzelne Personen als Muse bezeichnet, oft handelte es sich dabei um die Freundin und Geliebte des Künstlers. Dadurch bekannte Frauen sind zum Beispiel Emmy Hennings, Charlotte von Stein, Jeanne-Claude oder Anita Pallenberg.

Letztendlich kann man nichts Bestimmtes tun, um eine Muse zu werden. Begegnet man einem Künstler und baut zu diesem eine Beziehung auf, sei es eine intime oder eine freundschaftliche Beziehung, kann es sein, dass diese den Künster zu Werken inspiriert. Auch wenn es nur ein einziges Werk ist, sei es ein Gedicht, ein Bild oder ein entworfenes Outfit, ist man in diesem Moment eine Muse. Der Künstler hat dabei das Gefühl, er könnte etwas ausdrücken, das er nur durch seine Muse entdeckt hat, durchderen Ausstrahlung, deren Charakter, durch Gespräche oder anderes, das mit ihr in Verbindung steht. Die Muse löst dabei etwas aus, das bestimmte Kanäle des Künstlers öffnet und ihn dazu motiviert, etwas zu kreieren. Um eine Muse zu werden, ist es ratsam, sich viel in der Nähe von Künstlern aufzuhalten. Trotzdem ist eine solche Position grundsätzlich nichts, was sich durch den Verstand steuern und festlegen lässt. Man sollte sich also stets so natürlich wie möglich verhalten, vielleicht löst man dadurch bei jemandem etwas aus und wird so zu einer Inspiration. Es stecken jedoch zu viele Emotionen und unbenennbare Dinge in dieser Position, als dass man durch reinen Willen dazu werden könnte.

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