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Das eigene Konterfei auf einem Poster


August 1, 2012 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Featured



In Zeiten, in denen Bilder zunehmend auf Bildschirmen oder auf Smartphones betrachtet werden, übt die Darstellung eines Bildmotivs auf einem großformatigen Poster auf den Betrachter einen ganz besonderen Reiz aus. Der Grund: Immer seltener findet unser Auge in der Umgebung noch solch groß angelegte Darstellungen. Und wenn das mal der Fall ist, dann sticht dieser optische Reiz besonders hervor.

Dabei ist es aber relativ schwierig, ein gutes, ansprechendes Poster zu erstellen, denn die Ansprüche an diese Art der bildlichen Darstellungen sind hoch: Es darf nicht zu viel auf dem Poster enthalten sein, denn das Auge soll im Vorbeigehen die wesentlichen Inhalte mühelos wahrnehmen können. Ein Poster zu gestalten ist daher eine Wissenschaft für sich.

Befragt man professionelle Fotomodelle nach dem Moment, an dem sie sich das erste Mal selbst auf einem Poster gesehen haben, antworten die meisten, dass das ein sehr erhebender Moment war. Und das, obwohl sie sich schon vorher bereits tausendfach auf kleineren Bildern – beispielsweise auf den Testaufnahmen des Fotostudios – gesehen haben. Die großformatige Darstellung auf einem Poster führt eben sehr oft zu Tage, was den Dargestellten bis dato selbst unbekannt war. Bekanntestes Beispiel war das hierzulande relativ unbekannte, amerikanische Fotomodell Anna Nicole Smith. Nachdem sie in Europa einst die großflächigen Werbeposter einer großen Modekette geschmückt hatte, war ihr Name aus der Riege der Topmodels nicht mehr wegzudenken. Befragt auf den Erfolg ihrer Kampagne, meinte sie dazu: „Ich wusste bis dahin gar nicht, dass ich so sexy aussehen kann …“

Gute Poster gestalten ist eine Kunst und die Devise heißt hier: „Weniger ist mehr!“ Der Profi nennt diesen Sachverhalt auch „gute Figuren-Grund-Differenzierung„, was so viel bedeutet wie, dass der eigentliche Bildinhalt – zum Beispiel das Fotomodell – auf keinen Fall durch andere Objekte, die auf dem Poster ebenfalls dargestellt sind, in den Hintergrund gedrängt werden darf. Auch eine professionelle Bildretusche nach den Fotoaufnahmen ist gerade für die Posterdarstellung besonders wichtig. Und das nicht, weil man damit die Realität künstlich verschönern kann, sondern weil aufgrund der übergroßen Darstellungsart ein winzig kleiner Fussel auf dem Kleid oder Jackett wirken kann wie ein hühnerei-großer Fleck – und das will schließlich keiner.