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Americas Next Topmodel


September 9, 2011 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Geschichte


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America´s Next Topmodel wird in den USA seit 2003 ausgestrahlt. Die Castingshow, in der junge Nachwuchsmodels gegeneinander antreten, wurde von dem Ex-Model Tyra Banks ins Leben gerufen. Zur Zeit läuft in den Vereinigten Staaten die 16. Staffel. Auch in Deutschland wurde die Serie ausgestrahlt. VIVA zeigte ab 2007 mit Voice-Over oder Untertiteln alle America´s Next Topmodel „Cycles“, allerdings um gute 4 Jahre nach hinten verschoben.

America´s Next Topmodel – Topquote statt Topmodel

America´s Next Topmodel wird in den USA seit 2003 ausgestrahlt. Die Castingshow, in der junge Nachwuchsmodels gegeneinander antreten, wurde von dem Ex-Model Tyra Banks ins Leben gerufen. Zur Zeit läuft in den Vereinigten Staaten die 16. Staffel. Auch in Deutschland wurde die Serie ausgestrahlt. VIVA zeigte ab 2007 mit Voice-Over oder Untertiteln alle America´s Next Topmodel „Cycles“, allerdings um gute 4 Jahre nach hinten verschoben.

Das Sendeformat wurde von vielen anderen Fernsehsendern in der ganzen Welt übernommen. Gleiche oder ähnliche Castingshows gibt es in über 40 Ländern, darunter auch Afghanistan. Das deutsche Pendant ist Germany’s Next Topmodel, moderiert von Heidi Klum.

Für Aufsehen sorgten sowohl eine unterdurchschnittlich leichte und eine überdurchschnittlich schwere Siegerin bei America´s Next Topmodel. Ann Ward, die einen als untergewichtig geltenden Body-Maß-Index von 12,4 hat, gewann 2010 die Staffel. Zwei Jahre zuvor ging Whitney Thompson mit Kleidergrößen um 40/42 als Erstplatzierte aus der Show heraus.

Schon 2006 kritisierte das Magazin Allure, dass solche Castingshows wie America´s Next Topmodel keine echten Top- bzw. Supermodels hervorbrächten. Gerade aus Richtung der Frauenbewegung müssen sich Castingshows wie America’s Next Topmodel generell vorwerfen lassen, Frauen sehr einseitig und auf ein bestimmtes Cliché reduziert darzustellen.
Der Show wird unterstellt Illusionen zu erschaffen, die mit der Modelrealität wenig gemein hätten. Wichtig bei Programm und Jury-Entscheidungen seien nicht die Aussichten einer Kandidatin, in der Modelwelt zu bestehen, sondern die erhofften Dramen, die die nötigen Einschaltquoten bringen.

Dies würde auch erklären, warum das Format von America´s Next Topmodel in so vielen Ländern erfolgreich übernommen wurde. Bereits 2003 erreichte die amerikanische Version rund 6,1 Millionen Zuschauer. Die Quoten sinken seitdem, allerdings so langsam, dass sich die Produktion immer noch lohnt. Hinzukommt, dass America´s Next Topmodel und andere Casting-Shows in der Produktion sehr günstig sind, da der Hauptteil der Akteure unbezahlt sind.

Es steht außer Frage, dass viele der Teilnehmerinnen nach dem Gewinn einer solchen Show tatsächlich in dem Beruf gearbeitet haben. Allerdings ist keine zum Topmodel geworden. Die Verdienstmöglichkeiten als normales Model sind häufig sehr gering, das Image von Glamour und Luxus ist nur eine Illusion die spätestens mit 30 Jahren zerplatzt. Ex-Models, die nicht in einer Model-Agentur unterkommen oder Casting-Shows moderieren, haben häufig keine Chance, mit über 20 lange im Business zu bleiben. All diese Nachteile der Branche werden von America´s Next Topmodel verschwiegen.

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