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Alltag eines Mannequinns


April 4, 2012 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Model Ratgeber



Der Alltag eines Mannequins ist nicht so glamourös wie man zunächst denkt. Viele junge Mädchen haben den Traum von einem luxuriösen Leben voller Partys, exklusiven Reisen und schicken Hotelsuiten. Doch in Wahrheit ist ein normaler Tag für ein Mannequin meist anstrengend, lang und schlecht bezahlt. Gerade in der Anfangszeit, wenn sich das Model noch keinen Namen in der Modebranche gemacht hat, hat es täglich zahlreiche Castings zu absolvieren.
Bis zu zehn Castings bei verschiedenen Kunden an einem Tag sind keine Seltenheit. So hat das junge Mädchen, inklusive Fahrten von einem Vorstellungsgespräch zum anderen, oft einen Arbeitstag von mehr als zwölf Stunden. Und das zunächst ohne einen einzigen Cent verdient zu haben. Nur wenn das Mannequin vom Designer engagiert wird, wird sie für ihre Arbeit bezahlt. Da die Konkurrenz groß ist, muss das Mannequin viel Kritik einstecken und wird am Anfang ihrer Karriere im Durchschnitt nur für einen Job in der Woche gebucht.

Gute Chancen hat ein Laufstegmodel bei einer Fashion Week, wie zum Beispiel in New York oder Paris, da dort für die Fashionshows innerhalb einer Woche viele Mannequins gebraucht werden. Zu dieser Zeit haben die Models zwar gute Verdienstmöglichkeiten, jedoch sind die Arbeitstage mit täglich mehreren Shows stressig und lang. Bis zu 18 Stunden hetzt das Mannequin von einer Modenschau zur nächsten. Am Abend ist sie zu Partys eingeladen, die oft von den Modelabels veranstaltet werden. Diese Partys können für das Mannequin karriereförderlich sein, allerdings nur, wenn es geschickt Kontakte knüpft und es mit dem feiern nicht übertreibt. Mannequins die oft die Nächte durchtanzen und dabei viel Alkohol trinken oder vielleicht sogar Drogen nehmen, haben keine Zukunft im Modebusiness. Ein zu wildes Partyleben macht nicht nur bei Kunden einen schlechten Eindruck, auch führt es langfristig zu schlechter Haut und Übermüdung.
Hinzu kommt, dass nicht jedes Mannequin für den Laufsteg geeignet ist. Ein Laufstegmodel muss mindestens 1,75 bis 1,82 Meter groß sein, während ein Fotomodel auch kleiner sein kann, da die Körpergröße für Katalogaufnahmen weniger entscheidend ist. Ein Fotomodel wird allerdings in der Regel besser bezahlt, als ein Mannequin, das die Kleidung nur auf dem Laufsteg präsentiert.