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90-60-90 immernoch gültig?


August 16, 2011 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Allgemein


90-60-90

90-60-90 Ein natürliches Idealmaß!

Seitdem Menschen leben, gibt es Schönheitsideale für Männer und Frauen. Betrachtet man allein die Veränderung der letzten 200 Jahre, könnte man leicht auf die Idee kommen, diese Ideale seien völlig willkürlich zustande gekommen. Einmal müssen Frauen mollig und hellhäutig sein, dann sportlich schlank und braungebrannt, um den Männern zu gefallen. Heute scheint 90-60-90 das Maß aller Dinge zu sein. Aber woher kommt dieses Zahlenspiel eigentlich?

Forscher haben herausgefunden, dass alle uns bekannten Schönheitsideale eine gemeinsame Anforderung stellen: Ein Hüfte-Taille-Verhältnis unter 1,0. Das Hüfte-Taille-Verhältnis ist der Umfang der Taille geteilt durch den Hüftumfang. Ist das Verhältnis klein und der Brustumfang ähnlich dem Hüftumfang groß, ergibt sich eine sanduhrartige Figur. Diese Proportionen waren schon immer Teil des weiblichen Schönheitsideals, da sie Merkmal einer gesunden, gebärfähigen Frau sind. Die Maße 90-60-90 erfüllen genau dieses Kriterium.

Keine Alternative zu 90-60-90?

Die Modelbranche macht allerdings zwei Alternativen zum 90-60-90 Klassiker vor. Viele „Top-Models“ kommen nicht einmal ansatzweise an diese Maße heran, da sie viel dünner sind. Diese extrem schlanken Silhouetten haben aber in vielen Fällen negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Frauen. Abseits von Brust-Bauch-Po-Relationen sind viele Länder deswegen mittlerweile dazu übergegangen, konkrete Bodymaßindex-Vorgaben an die Veranstalter von Modeschauen zu machen.

Gesundheitliche Erwägungen rund um den Mager-Wahn in der Branche haben auch Ex-Models wie Sophie Dahl zum propagieren eines neuen Schönheitsideals, abseits von 90-60-90 oder weniger, veranlasst. Unter dem Slogan „Plus Size“ modeln viele Frauen mit Kleidergrößen zwischen 38 und 44 seit einigen Jahren für große Modehäuser und setzen so ganz neue Maßstäbe im Schönheitsempfinden.
In den Vereinigten Staaten hat Whitney Thompson 2008 als erstes „Plus-Size-Model“ mit der Kleidergröße 40/42 „Americas Next Top-Model“ gewonnen. 90-60-90 ist also kein Muss, um im Modelbusiness abzuräumen!

Für eine Modelkarriere ist eine Sanduhrenfigur unabdingbar. Welche Zentimeterzahl aber genau auf dem Maßband steht, ist unerheblich. Um weiblicher auszusehen, sollte man es daher vielleicht einmal mit kontrollierter Zunahme, anstatt mit noch mehr Diäten versuchen.  Eine Frau, die Model werden will, muss ein Gefühl für die Rundungen haben, mit denen sie sich wohl fühlt und gut aussieht. 90-60-90 ist zwar nicht out, aber auch nicht das einzige erfolgsversprechende Zahlenspiel.

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Komentare
  1. Heidi Markwardt said on September 7, 2011 11:28 am:

    Diese Sanduhrengeschichte ist mal was. Endlich versteh ich das. Das wichtige sind also nicht die Zahlen sondern die Proportionen… danke! Hab das gleich Mal ausgerechnet und bin mega happy, dass ich doch dem schönheitsideal entspreche…. plus-size wär dann ja auch was für mich….
    danke liebes modeln.net-team, für diesen Artikel…